März 22, 2018

Wernigerode

 

 

Am Fuße des Brocken gelegen begann ungefähr im Jahre 900 die Geschichte der Stadt Wernigerode. In Zeiten von Rodungen legten Benediktiner ihre Axt an die Stämme am „Klint“, in deren unmittelbarer Nähe sich der heutige Markplatz befindet. Der Klint gilt als historischer Ausgangspunkt der Ortsgründung.

Begünstigt durch die Lage zweier Handelsrouten über das Harzgebirge – von Goslar nach Quedlinburg und von Braunschweig nach Erfurt – siedelten sich Handwerker und Kaufleute in der Siedlung an. Aus dem frühen 12. Jahrhundert stammt die erste urkundliche Erwähnung durch Graf Haimat aus der Gegend Hildesheim, welcher Wernigerode als Residenz wählte. „Adelbertus comes de Wernigerode“ nannte er sich und ließ auf dem Agnesberg eine Burg errichten, an deren Stelle das heutige Schloss thront. Handel, Gewerbe, Ackerbau und Forstwirtschaft trieben unterdessen die Entwicklung Wernigerodes voran, sodass am 17. April 1229 die Verleihung des Stadtrechts folgte.

Unter Fürst Otto zu Stolberg-Wernigerode, dem Vizekanzler Bismarcks, erreichte Wernigerode seinen historischen Glanzpunkt – auf dem Schloss wurden entscheidende Passagen der ersten Sozialgesetzgebung Deutschlands entwickelt. Heute besuchen jährlich rund zwei Millionen Tagesbesucher, Urlauber und Übernachtungsgäste die moderne Stadt mit viel Geschichte. Jeder Besucher ist begeistert von der gut erhaltenen Fachwerk-Substanz. Zudem können wir eines der schönsten Rathäuser Deutschlands unser eigen nennen. Aber auch die kuriosen Einzelfachwerke, wie das „Schiefe Haus“ und das „Haus Gadenstedt“ sind über die Landesgrenzen Sachsen-Anhalts hinweg beliebt.

Wernigerode hat mehr zu bieten
Es steht für wirtschaftliche Entwicklung, für eine gute Infrastruktur, für Kultur und Bildung. Neben den Ballungs­städten Magdeburg und Halle, zählt sie zu den am weitesten entwickelten Standorten in Sachsen Anhalt. Zugleich gehört die Region zu den bekanntesten und beliebtesten Ferien- und Naherholungsgebieten Norddeutschlands. Millionen Menschen besuchen jährlich den Nationalpark Harz und seine Nationalparkgemeinden. Mit seiner geografischen Exposition, seiner charakteristischen Natur und seiner landschaftlichen Schönheit ist der Harz eines der bedeutendsten Fremdenverkehrsgebiete Mitteleuropas.

Eine historische Stadt mit lebendigem Flair
Touristenmagnet, Wirtschaftsstandort, starke Industrie, Bildungsstätte für mehr als 3000 Studenten, Forschungsstandort – kurz gesagt: Wernigerode – ein Tor zu Lebenskultur, Kunst und Traditionen. Der kleinstädtische Lebensrhythmus lässt Leben, Wohnen und Arbeiten in Einklang bringen. Das Flair der Stadt schafft Raum für neue Entdeckungen. Unsere historische Altstadt und die schöne Lage sorgen für angenehmes Wohnen im Villenviertel, im traditionellen Fachwerk oder in modernen Wohngebieten. Besonderes Schmuckstück ist die Altstadt.

95 Hektar davon sind als Flächendenkmal ausgewiesen und besonders geschützt. Die baulichen Sehenswürdigkeiten sorgen für einen besonderen Stellenwert im Harzkreis. Zudem sorgen Parkanlagen mit mehr als 5.000 Bäumen in Grünanlagen für einen attraktiven Lebensraum. Hinzukommen 58.000m² „Wildpark Christianental“ am Rande der Stadt, welcher viele heimische Tiere beherbergt oder auch Wanderwege im Stadtwald. Auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau, jetzt „Bürgerpark“, werden Gäste und Einheimische zur Erholung eingeladen. Mit attraktiven Parkanlagen, Spielplätzen, einer Seepromenade und vielen gestalterischen Elementen, sorgt der Bürgerpark für einen naturnahen Rückzugsort.

Was noch niemandem entging, Wernigerode lädt mit seiner schönen Einkaufsstraße auch zum Flanieren, Stöbern und Bummeln ein. Eine Vielzahl an Geschäften und kleinen Boutiquen in der Altstadt ergänzt durch die Altstadtpassagen „Forum Bunte Stadt“. erwartet Besucher und Einheimische. Zudem laden zahlreiche Gaststätten, Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. Am Abend sorgt das Harzer Kultur- und Kongresszentrum oder der Marstall für Unterhaltung.

Höhepunkte im Jahr sind oft traditionsreiche Veranstaltungen wie das Rathausfest, der Harzgebirgslauf und der Weihnachtsmarkt aber auch der vielbesuchte Töpfermarkt, die Wernigeröder Schlossfestspiele und der Museumsfrühling. Wernigerode, von seinen Liebhabern gern „Werni“ genannt, zeichnet sich durch Modernisierung und dem Bemühen zu Neuerungen aus. Eine abwechslungsreiche und kulturell umtriebene Stadt, die für Wissbegierige eine vielseitige Museumslandschaft bietet. Vom Schloss Wernigerode mit Museumsrundgängen und ständig ergänzenden Sonderausstellungen über das Harzplanetarium und Harzmuseum mit naturwissenschaftlichem Charakter bis hin zum Museum für Luftfahrt und Technik sowie dem Feuerwehrmuseum, wo historische Feuerwehrtechnik und die Chronik der Feuerwehr unserer Stadt entdeckt werden können. Auffallend ist das bürgerliche Engagement. Die Bürger der Stadt leben und wirken aus Überzeugung, so dass man zu der Erkenntnis kommt, dass eine echte Verbundenheit zur Stadt besteht.

Bildung macht Spaß in Wernigerode und nimmt eine wichtige Stellung ein. Im Schul- und Bildungsbereich ist das gesamte Spektrum von Grund- und Sekundarschulen über Gymnasien, Berufsschulen bis hin zur Hochschule Harz vorhanden. Ergänzt wird das Ganze von privaten Bildungseinrichtungen sowie Musikschulen, Volkshochschule und Vereinen.

Die Wirtschaftsstruktur der Stadt ist geprägt durch mittelständische Industrie, Gewerbe, Handwerk und Tourismus. Zu den Hauptbranchen zählen Metallverarbeitung, Maschinenbau sowie Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Weitere wichtige Sektoren sind der Bildungsbereich, Bauindustrie aber auch Handel und Dienstleistungen. Wernigerode bietet eine perfekte Verkehrsanbindung und eine gute ärztliche Versorgung.

Textquelle: www.wernigerode.de

278total visits,2visits today